Reinigung der Edelstahlverkleidung einer CNC-Maschine mit Pinsel und Tuch in einer Fertigungshalle

Maschinenreinigung in Bremen: Anlagen, Kühlschmierstoffkreisläufe und Entfettung

Über das Verfahren entscheidet nicht die Verschmutzung allein, sondern die Ausschlussbedingung: Elektrik, Dichtungen, Lager, Lackaufbau und offene Präzisionsflächen setzen den Rahmen.

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Kategorie
Industriereinigung
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Kurz erklärt

Maschinenreinigung entfernt Späne, Öl- und Fettrückstände sowie Ablagerungen aus Anlagen, Anlagenumfeld und zum Teil aus Kühlschmierstoffkreisläufen. Sie ist weniger eine Reinigungs- als eine Verfahrensentscheidung: Jedes Verfahren hat eine Ausschlussbedingung, und für bestimmte Bauteile schließen sich die Verfahren gegenseitig aus. Den Rahmen setzen Elektrik, Dichtungen, Herstellervorgaben und das Wartungsfenster des Betreibers.

Problem und Lösung

Die Herausforderung

Der Anlass ist selten „die Maschine ist schmutzig“. Typisch sind konkrete Befunde: Führungsbahnen setzen sich zu, es entstehen Riefen und Ausschuss, und die Ursache liegt irgendwo zwischen Spänen und Schmierstoff. Die Emulsion riecht nach dem Wochenende, die Belegschaft klagt über Hautprobleme. Im Schaltschrank liegt leitfähiger Staub, und in der Steuerung hat es schon einen Ausfall gegeben. Motor und Hydraulikaggregat laufen im Sommer in die Temperaturabschaltung. Die Wartung ist auf zwei Tage gelegt, in derselben Zeit soll auch gereinigt werden, und danach muss die Anlage wieder produzieren. Dazu die offene Frage, ob man das überhaupt mit Wasser machen darf – Elektrik und Dichtungen machen Sorgen. Der eigentliche Auftrag lautet deshalb: eine Verfahrensentscheidung mit begründeten Ausschlüssen, eingebettet in ein enges Zeitfenster und in die Dokumentation der Anlage.

Unsere Lösung

Die Reinigung wird als Teil der Instandhaltung geplant, nicht daneben. Zuerst werden Werkstoffe, Oberflächen, Dichtungen, Lackaufbau, Elektrik, Getriebe und offene Präzisionsflächen aufgenommen; daraus folgt, welches Verfahren für welche Baugruppe zulässig ist und welches ausdrücklich ausgeschlossen wird. Dazu werden die Wartungs- und Reinigungshinweise des Maschinenherstellers ausgewertet – sie sind der engere Rahmen als jede allgemeine Verfahrensempfehlung. Vor Arbeiten an Elektrik, Hydraulik und unter Druck stehenden Teilen wird nach dem Freischaltregime des Betreibers isoliert. Abgetragen wird in einer festen Reihenfolge: erst trocken, was trocken abtragbar ist, dann die Baugruppen mit dem für sie festgelegten Verfahren, jeweils mit Abgrenzung benachbarter Bereiche. Anschließend Korrosionsschutz auf blanken Flächen, Wiederherstellung der Schmierstellen und Entsorgung der Rückstände. Zum Abschluss Sichtkontrolle, Entfernen von Abdeckungen und Hilfsmitteln, Dokumentation und Freigabe durch die Instandhaltung.

Leistungsumfang

  • Anlagenaufnahme und Verfahrensentscheidung: Werkstoffe, Oberflächen, Dichtungen, Lackaufbau, Elektrik, Getriebe und offene Präzisionsflächen werden aufgenommen – daraus folgt, welches Verfahren für welche Baugruppe zulässig ist und welches ausdrücklich ausgeschlossen wird.
  • Werkzeugmaschinen, Roboter und Anlagenumfeld: Entfernung von Spänen, Öl- und Fettrückständen, Abrieb und Belag an Gehäusen, Betten, Wannen und Umfeldflächen.
  • Werterhaltende Entfettung: Entfernen verharzter Schmierstoffe und Fette als Vorbereitung für Wartung und Wiederinbetriebnahme.
  • Bereiche der Elektrik setzen den Rahmen: Eine Anlage oder ein Schaltschrank unter Spannung wird nicht mit Wasser oder feuchten Medien behandelt, und vor Arbeiten wird nach dem Freischaltregime des Betreibers isoliert. Ob und in welchem Umfang im Umfeld von Steuerungen gearbeitet werden soll, gehört vor dem Einsatz geklärt.
  • Kühlschmierstoffkreislauf als eigener Leistungsbaustein: Absaugen der Altemulsion, Spülen von Leitungen und Behältern, Wiederbefüllen und Wiederherstellen der Emulsionsparameter sind getrennt zu kalkulierende Arbeitsgänge mit eigenen Nachweisen. Diese Leistung ist im Leistungsverzeichnis ausdrücklich zu beauftragen und von der übrigen Reinigung zu trennen.
  • Abtrag in der richtigen Reihenfolge: Erst wird trocken abgetragen, was trocken abtragbar ist. Wer Späne und Feststoffe zuerst nass einbringt, verteilt sie in Rinnen, Wannen und Kreisläufen.
  • Manuelle und lösemittelbasierte Entfettung an Stellen, die weder Strahl noch Wasserstrahl erreicht – unter Beachtung von Materialverträglichkeit, Verdunstung, Arbeitsschutz und Trocknungszeit vor der Wiederinbetriebnahme.
  • Nachbehandlung: Korrosionsschutz auf blanken Flächen während Wartung und Stillstand, Wiederherstellung der Schmierstellen und geordnete Entsorgung der Rückstände.
  • Wiederinbetriebnahme und Übergabe: Sichtkontrolle, Entfernen von Abdeckungen und Hilfsmitteln, Dokumentation der Arbeiten und Freigabe durch die Instandhaltung.
  • Abgrenzung: Die Leistung endet dort, wo die Instandhaltung beginnt. Reinigung ist kein Austausch von Verschleißteilen, keine Instandsetzung und keine Prüfung.

Typische Teilleistungen

  • Anlagenaufnahme und Verfahrensplanung
  • Werkzeugmaschinen und Anlagenumfeld
  • Roboterzellen und Handhabung
  • Entfettung und Vorbereitung für die Wartung
  • Baugruppen und Kleinteile außerhalb der Maschine
  • Nachbehandlung und Korrosionsschutz
  • Wiederinbetriebnahme und Übergabe

Für wen geeignet?

  • Zerspanung: CNC-Fräs- und Drehzentren, Bearbeitungszentren mit Kühlschmierstoffkreislauf, Späneförderer, Werkzeugwechsler, Spannmittel und Vorrichtungen.
  • Umformung und Pressen: Pressenstraßen, Werkzeuge und Gussformen mit Anhaftungen aus Trennmitteln und Zunder.
  • Kunststoffverarbeitung: Spritzgussmaschinen mit Trennmittel- und Entgasungsrückständen, Temperiergeräte, Granulatförderung.
  • Montage und Handhabung: Roboterzellen, Greifsysteme, Linear- und Portalanlagen mit Schmierstoff- und Staubeintrag.
  • Versorgungseinheiten: Hydraulikaggregate, Kühlaggregate, Kompressoren, Filter- und Abscheideeinheiten als Teil der Anlage.
  • Teile und Komponenten: Filter, Ventile, Düsen, Spannmittel und Kleinteile, die außerhalb der Maschine gereinigt werden.

Ihre Vorteile

Passend zu dieser Leistung – abgestimmt auf Objekt und Branche.

  • Jedes Verfahren hat eine Ausschlussbedingung

    Trockeneis trägt spröde Beläge ab, ist für zähe Fettschichten und empfindliche Dichtungen aber nicht die erste Wahl. Hochdruck löst Fett wirksam, bringt aber Feuchtigkeit in Elektrik, Getriebe und Lager. Eine belastbare Planung nennt diese Ausschlüsse offen.

  • Der Kreislauf ist ein Chemieproblem

    Eine Anlage kann optisch sauber und der Kühlschmierstoffkreislauf trotzdem unbrauchbar sein. Nach einer Spülung muss die frisch angesetzte Emulsion ihre Parameter wieder erreichen: Konzentration, pH-Wert und mikrobiologische Belastung.

  • Die Sequenz entscheidet über den Stillstand

    Bei laufender Produktion sind nur abschnittsweise, trockene Arbeiten realistisch. Alles andere gehört in ein Wartungs- oder Revisionsfenster und wird mit den mechanischen Arbeiten sequenziert: erst reinigen, dann Präzisionsflächen schmieren und abdecken, dann wieder in Betrieb nehmen.

Ablauf

So läuft Ihre Beauftragung

  1. 1

    Anlagenaufnahme

    Werkstoffe, Oberflächen, Dichtungen, Lackaufbau, Elektrik, Getriebe und offene Präzisionsflächen werden aufgenommen. Ergebnis ist die Verfahrensentscheidung je Baugruppe, einschließlich der ausgeschlossenen Bereiche.

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    Herstellerunterlagen und Freischaltung

    Reinigungs- und Wartungshinweise des Herstellers werden ausgewertet. Vor Arbeiten an Elektrik, Hydraulik und unter Druck stehenden Teilen wird nach dem Freischaltregime des Betreibers isoliert; ein Ansprechpartner der Instandhaltung gibt frei.

  3. 3

    Trockener Abtrag zuerst

    Abgetragen wird, was trocken abtragbar ist – Späne und Feststoffe zuerst. Werden sie nass eingebracht, verteilen sie sich in Rinnen, Wannen und Kreisläufen.

  4. 4

    Reinigung je Baugruppe

    Jede Baugruppe wird mit dem für sie festgelegten Verfahren bearbeitet, benachbarte Bereiche werden abgegrenzt. Danach Korrosionsschutz auf blanken Flächen, Wiederherstellung der Schmierstellen und Entsorgung der Rückstände.

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    Wiederinbetriebnahme und Übergabe

    Sichtkontrolle, Entfernen von Abdeckungen und Hilfsmitteln, Dokumentation der Arbeiten und Freigabe durch die Instandhaltung. Erst danach geht die Anlage wieder in Produktion.

Verfahren und Einsatztechnik

  • Den Rahmen geben die Herstellerunterlagen: Reinigungs- und Wartungshinweise des Maschinenherstellers sind der engere Maßstab als jede allgemeine Verfahrensempfehlung.
  • Trocken vor nass: Erst wird trocken abgetragen, was trocken abtragbar ist. Wer Späne und Feststoffe zuerst nass einbringt, verteilt sie in Rinnen, Wannen und Kreisläufen.
  • Jedes Verfahren hat eine Ausschlussbedingung. Trockeneis trägt spröde Beläge ab und trägt keine Feuchtigkeit ein, ist für dick aufgetragene zähe Fettschichten und für Flächen mit empfindlichen Dichtungen oder optischen Bauteilen aber nicht die erste Wahl; es erzeugt Lärm, und in Gruben und engen Maschinenbereichen muss die Kohlendioxidkonzentration beherrscht werden.
  • Hochdruck mit Wasser und Wärme löst Fett sehr wirksam, bringt aber Feuchtigkeit in Elektrik, Getriebe, Lager und Dichtspalte, erzeugt Aerosole und hinterlässt Abwasser, das ölhaltig sein kann. Für Baugruppen mit empfindlicher Elektrik oder offenen Präzisionsflächen ist er deshalb ausgeschlossen.
  • Lösemittelbasierte und manuelle Entfettung wirkt auch an Stellen, die kein Strahl- und kein Wasserstrahl erreicht, verlangt aber Beachtung von Materialverträglichkeit, Verdunstung, Arbeitsschutz und Trocknungszeit vor der Wiederinbetriebnahme.
  • Die Verfahrensfolge wird vor dem Einsatz festgelegt: Mehrere Verfahren an einer Anlage bedeuten mehr Rüstzeit, mehr Abgrenzung benachbarter Bereiche und mehr Nachbereitung.

Technische und rechtliche Einordnung

Diese Leistung bewegt sich in einem Rahmen aus gesetzlichen Pflichten, technischen Regelwerken und betrieblicher Praxis. Die Unterscheidung ist wichtig, weil sie bestimmt, wer wofür verantwortlich ist.

Die Anlage bleibt elektrisch eine Maschine
Ein Schaltschrank oder eine Anlage unter Spannung wird nicht mit Wasser oder feuchten Medien behandelt. Für den Umgang mit elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln gilt die DGUV Vorschrift 3 als Unfallverhütungsvorschrift – für Mitgliedsbetriebe verbindlich. Die Betriebssicherheitsverordnung verpflichtet den Betreiber zusätzlich zu Instandhaltung und wiederkehrenden Prüfungen. Praktische Folge: Reinigung und Elektroarbeiten folgen demselben Freischaltregime, und die Verantwortung für das Freischalten liegt beim Betreiber.
Der Kreislauf ist ein Chemieproblem, kein Sichtproblem
Eine Anlage kann optisch sauber und der Kreislauf trotzdem unbrauchbar sein. Nach einer Spülung muss die frisch angesetzte Emulsion ihre Parameter wieder erreichen: Konzentration, pH-Wert und mikrobiologische Belastung. Rückstände von Reinigungsmitteln können eine neue Emulsion destabilisieren, sie kippen lassen oder Schaum bilden. TRGS 611 ist eine verbindliche Technische Regel für Gefahrstoffe mit Vermutungswirkung nach der Gefahrstoffverordnung: Wer sie einhält, kann davon ausgehen, die Verordnung zu erfüllen. Ergänzend beschreibt die DGUV Regel 109-003 den anerkannten Stand der Technik für Tätigkeiten mit Kühlschmierstoffen – sie ist keine Rechtsnorm, sondern entfaltet über Praxis, Aufsicht und Versicherungswirkung Relevanz. Für TRGS 611 gilt: Fachliche Prüfung der Regel im Volltext erforderlich.
Trockeneis ist ein Gasverfahren mit Nebenwirkungen
Kohlendioxid ist schwerer als Luft und sammelt sich in Gruben, Wannen, Sinkkästen und engen Maschinenräumen. Arbeiten dort erfordern Lüftung, Messung und eine klare Regelung, wer wann hineingeht. Trockeneisstrahlen erzeugt zudem eine sehr trockene Umgebung; elektrostatische Aufladung wird in der Fachpraxis über Erdung und geeignete Maßnahmen beherrscht. Beides gehört in die Gefährdungsbeurteilung, nicht in die Fußnote.
Herstellervorgaben wirken vertraglich
Vorgaben des Maschinen- und Modulherstellers zur Reinigung – zulässige Mittel, Druck, Temperatur, Bereiche, die nicht geöffnet werden dürfen – sind keine Rechtsnorm, sondern wirken über den Kaufvertrag, über Wartungsverträge und über die Gewährleistungsbedingungen des Herstellers. Wer sie übergeht, riskiert Ansprüche. Die Herstellerunterlagen gehören deshalb in die Planung, nicht in die Nachbereitung.
Abwasser und Entsorgung
Öl- und emulsionshaltiges Abwasser aus der Reinigung unterliegt dem Wasserhaushaltsrecht. WHG und AwSV sind gesetzlich verpflichtend; das Einleiten setzt behördliche Erlaubnis und technische Abscheidung voraus. Altemulsion, Späne, Schlämme und Reinigungsabwasser müssen einem geordneten Entsorgungsweg zugeführt werden. Wer die Nachweise führt und ob die betriebliche Annahme oder eine externe Stelle genutzt wird, gehört ins Angebot. Für die wasserrechtlichen Anforderungen gilt: Fachliche Prüfung der Norm im Volltext erforderlich.
Die Grenze zur Instandhaltung
Reinigung ist kein Austausch von Verschleißteilen, keine Instandsetzung und keine Prüfung. Auffällige Befunde – Riefen an Führungsbahnen, Unwucht, Undichtigkeit, Zustand der Dichtungen – werden an die Instandhaltung weitergegeben, nicht stillschweigend mitbearbeitet. Diese Grenze gehört ausdrücklich ins Angebot, damit die Verantwortung für den Zustand der Anlage nicht verschwimmt.

Die genannten Regelwerke beschreiben Anforderungen an die Ausführung der Leistung – sie sind keine Zertifizierung von BREREI. VDI- und DIN-Normen sind kostenpflichtig und lagen im Volltext nicht vor; wo eine Aussage die Norm im Detail berührt, ist das an der Stelle vermerkt.

Was die Häufigkeit bestimmt

  • Schmutzanfall und Dichtheit der Anlage: Offene Bearbeitung mit Aerosolbildung erzeugt mehr Belag als ein gekapseltes System.
  • Kühlschmierstoffart und Standzeit: Emulsionen altern, verkeimen und verlieren ihre Schmierfähigkeit. Die Pflege des Kreislaufs taktet sich über Standzeit und Messwerte, nicht über den Kalender.
  • Zustand von Absaugung und Kapselung: Wo Nebel und Staub abgeführt werden, bleibt weniger an der Maschine.
  • Anlagenkritikalität: Eine Anlage mit engen Toleranzen und hoher Auslastung wird häufiger und sorgfältiger gereinigt als eine Reserveanlage.
  • Wartungsplan und Revisionskalender: Die Reinigung wird an bestehende Wartungsfenster gehängt; dadurch entstehen üblicherweise Kombinationen aus kurzen Teilreinigungen und einer Reinigung im Stillstand.
  • Herstellervorgaben: Wenn der Hersteller Intervalle oder Prüfungen vorschreibt, hat das Vorrang vor betrieblichen Gewohnheiten.
  • Beobachtete Symptome: Steigende Ausschussquote, Temperaturabschaltungen, Geruch im Kreislauf, Hautbeschwerden und Staub im Schaltschrank sind Anlässe, keine Intervalle.

Was den Aufwand und das Angebot bestimmt

  • Zugänglichkeit der Baugruppen: Ob eine Baugruppe ausgebaut oder im Verbund gereinigt wird, ist der größte Einzelfaktor – und er hängt daran, ob Werkstücke und Vorrichtungen vorher geräumt sind
  • Verfahrenskombination: Mehrere Verfahren für eine Anlage bedeuten mehr Rüstzeit, mehr Abgrenzung benachbarter Bereiche und mehr Nachbereitung
  • Umfang der Elektrikarbeiten im Umfeld: Isolation, Abdeckung und Wiederinbetriebnahme kosten Zeit, auch wenn sie nicht nach Reinigung aussehen
  • Kreislaufbehandlung: Absaugen, Spülen, Entsorgen, Wiederbefüllen und Parametrieren sind eigene Arbeitsgänge mit eigenen Nachweisen und im Leistungsverzeichnis getrennt zu führen
  • Entsorgungsaufwand: Menge und Art der Rückstände, Emulsionsanteil, Notwendigkeit von Begleitscheinen und die Entfernung zur Annahmestelle
  • Stillstandsfenster: Derselbe Umfang in einem Block ist günstiger als in mehreren Nachtschichten
  • Vorbereitung durch Sie: freie Zugänge, abgeräumte Werkstücke und Vorrichtungen, Abstellflächen für Gerät und Behälter, Anschlüsse für Strom, Wasser und Druckluft sowie eine Absaugmöglichkeit im Arbeitsbereich. Was fehlt, wird während des Fensters nachgeholt – zu Lasten des Fensters
  • Dokumentationsanforderung: Protokoll, Fotodokumentation, Angaben zu Kreislaufparametern und die dokumentierte Freigabe durch die Instandhaltung

Geltende Vorgaben und Regelwerke

  • Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) – gesetzlich verpflichtend
  • TRGS 611 – Technische Regel für Gefahrstoffe mit Vermutungswirkung nach der GefStoffV, kein eigenständiges Gesetz
  • DGUV Vorschrift 3 – Unfallverhütungsvorschrift, für Mitgliedsbetriebe verbindlich
  • DGUV Vorschrift 1 – Unfallverhütungsvorschrift, für Mitgliedsbetriebe verbindlich
  • DGUV Regel 109-003 – DGUV Regel, keine Rechtsnorm, anerkannter Stand der Technik
  • Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) – gesetzlich verpflichtend
  • WHG / AwSV – gesetzlich verpflichtend
  • Herstellervorgaben der Maschinen- und Modulhersteller – sie wirken über Kauf- und Wartungsvertrag, keine Rechtsnorm

Die genannten Regelwerke gelten für die Ausführung dieser Leistung. Sie beschreiben Anforderungen und Prüfpunkte – keine Zertifizierung, Prüfung oder Freigabe durch BREREI.

Häufige Fragen zu dieser Leistung

Kurz beantwortet, damit Sie einschätzen können, ob die Leistung zu Ihrem Objekt passt.

Muss die Maschine für die Reinigung zerlegt werden?

Nicht grundsätzlich. Ob eine Baugruppe im Verbund gereinigt werden kann, hängt vom Verfahren und von der Zugänglichkeit ab: Trockene Verfahren mit Absaugung kommen ohne Demontage weiter als nasse Verfahren, die Spalte und Dichtungen fluten. Wo Präzisionsflächen, Dichtungen oder Elektrik betroffen sind, ist ein teilweiser Ausbau trotzdem die sicherere Lösung. Die Entscheidung fällt bei der Anlagenaufnahme, nicht während des Einsatzes.

Wann ist Trockeneis sinnvoll und wann nicht?

Trockeneis trägt spröde Beläge ab, ohne Strahlmittelrückstände zu hinterlassen und ohne Feuchtigkeit einzutragen – das ist sein Vorteil an elektrischen und empfindlichen Bereichen. Für dick aufgetragene, zähe Fettschichten ist es nicht das wirksamste Verfahren, es erzeugt Lärm, und in Gruben und engen Maschinenbereichen muss die Kohlendioxidkonzentration beherrscht werden. Diese Ausschlussbedingungen gehören vor die Entscheidung, nicht danach.

Darf mit Hochdruck an der Maschine gearbeitet werden?

Nur dort, wo Wasser und Aerosol keinen Schaden anrichten können. Kritisch sind Elektrik, Schaltschränke, Getriebeentlüftungen, Lager, Dichtspalte, offene Führungen und alles, was später korrodieren kann. Nach einer nassen Reinigung sind Trocknung, Konservierung und eine Sichtkontrolle notwendig, und das ölhaltige Abwasser muss einem geordneten Entsorgungsweg zugeführt werden.

Wird der Kühlschmierstoffkreislauf mitgereinigt?

Das ist eine eigene Leistung mit eigenen Anforderungen und gehört getrennt ins Leistungsverzeichnis. Nach dem Absaugen der Altemulsion und dem Spülen muss die neu angesetzte Emulsion ihre Parameter wieder erreichen; Reinigungsmittelrückstände können sie destabilisieren. Fragen Sie deshalb ausdrücklich an, ob Absaugen, Spülen, Wiederbefüllen und die Entsorgung der Altemulsion einschließlich Nachweisen übernommen werden. Fachliche Grundlage für Tätigkeiten mit Kühlschmierstoffen ist TRGS 611 – eine verbindliche Technische Regel mit Vermutungswirkung, ergänzt durch die DGUV Regel 109-003 als Stand der Technik.

Wie viel Stillstand verursacht die Reinigung?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Bei laufender Produktion sind nur abschnittsweise, trockene Arbeiten realistisch. Für alles andere wird die Reinigung in ein bestehendes Wartungs- oder Revisionsfenster gelegt und mit den mechanischen Arbeiten sequenziert: erst reinigen, dann Präzisionsflächen schmieren und abdecken, dann wieder in Betrieb nehmen. Wer die Reinigung als Nachgedanken in ein fertig verplantes Fenster legt, verlängert den Stillstand.

Wer haftet, wenn nach der Reinigung ein Schaden auftritt?

Die Verantwortung folgt der Ursache. Falsche Verfahrenswahl an einem empfindlichen Bauteil ist ein Fehler des Dienstleisters; ein Bauteil, das trotz korrekter Arbeitsweise ausfällt, ist ein Instandhaltungsthema. Deshalb ist eine Zustandsaufnahme vor Beginn – Fotos, Sichtprüfung, dokumentierte Auffälligkeiten – das wirksamste Mittel für beide Seiten. Sie ersetzt keine Abnahme, macht sie aber belastbar.

Branchen, in denen diese Leistung gebraucht wird

Welche Anforderungen dort jeweils gelten, steht auf der Branchenseite.

Maschinenreinigung im Wartungsfenster planen

Nennen Sie Anlagentyp, betroffene Baugruppen, Kühlschmierstoff und das Wartungsfenster, in dem gearbeitet werden kann. Nach der Anlagenaufnahme benennt das Angebot das Verfahren je Baugruppe, ausdrücklich ausgeschlossene Bereiche, Ihre Vorbereitung, den Entsorgungsweg und die Abnahmekriterien – feste Zusagen zu Kosten und Terminen gibt es vorab nicht.

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0421 87757597

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